20. Januar 2014
Der Smog in China ist sogar vom All aus zu sehen.
Forschern aus Frankreich und Belgien ist es erstmals gelungen, die Luftverschmutzung per Satellit nachzuweisen. Geschafft haben sie das mit der Infrarot-Technik eines Satelliten. China selbst misst den Smog zwar auch von oben, aber von vielen unterschiedlichen Stationen. Und bei Satelliten ist das Problem, dass sie normalerweise nur bestimmte Luftschichten darstellen können - nämlich die, die relativ weit vom Boden entfernt sind. Durch die neue Infrarot-Technik ließen sich auch die Luftschichten darunter darstellen - allerdings nur, wenn das Wetter stabil war und sich die Temperaturen von Boden und Luft unterschieden.
Die Forscher sind sich sicher: Jetzt kann die Luftverschmutzung in China doppelt so gut dargestellt werden wie noch vor einem Jahr.
Der Smog in chinesischen Großstädten ist ein großes Problem. Die Verschmutzung überschreitet oft sämtliche Grenzwerte - und zwar um ein Vielfaches.
Die Studie ist im Fachmagazin "Geophysical Research Letters" erschienen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)