21. Januar 2014
Je mehr Waffen es gibt, desto mehr Tote gibt es.
Diesen Zusammenhang sollen inzwischen viele einzelne Studien belegen. Forscher der Universität von Kalifornien in San Francisco wollten wissen, wie aussagekräftig die Untersuchungen sind. Sie haben 15 von ihnen in einer Meta-Studie verglichen und hinterfragt. Und kommen zu demselben Ergebnis.
Sie schreiben, dass Menschen, die Zugang zu einer Handfeuerwaffe haben, dreimal so häufig Selbstmord begehen, wie Leute, die keine Waffe im Haus haben. Und auch die Gefahr, von jemand anderem erschossen zu werden liegt höher, fast doppelt so hoch. Gerade diese Zahl wiederspricht dem, was konservative Kreise und die Waffenlobby in den USA behaupten, nämlich dass jeder, der eine Waffe hat, sicherer lebt.
Die Forscher haben aus den Studien deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern rausgelesen. Die Selbstmordrate ist bei Männern deutlich höher als bei Frauen. Die Frauen widerum werden deutlich häufiger ermordet, und zwar in den meisten Fällen von ihren Ehemännern oder von Familienangehörigen.
Die Meta-Studie ist erschienen in der Fachzeitschrift "Annals of Internal Medicine".
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)