21. Januar 2014
Sie werden entführt, verschleppt und verkauft.
In China verschwinden laut Schätzungen jedes Jahr mehrere zehntausend Kinder - vor allem Jungen. Wie die Nachrichtenagentur afp berichtet, gibt es dazu zwar keine offiziellen Zahlen. Aber die chinesischen Behörden haben mitgeteilt, dass allein zwischen Januar und Oktober 2013 rund 24.000 Kinder wiedergefunden wurden. Ein Grund für die Entführungen ist der Wunsch vieler Familien, einen Sohn zu haben. Aber wegen der Ein-Kind-Politik, können sich viele Familien den nicht erfüllen.
Der Pekinger Journalist Deng Fei unterstützt Familien bei der Suche. Er erklärt, dass die meisten Kinder im armen Landesinneren entführt werden und dann in die reichen Provinzen an der Ostküste verkauft würden. Es gibt aber auch Fälle, in denen arme Familien ihre Kinder selber zum Verkauf anbieten. Pro Kind werden umgerechnet mehrere tausend Euro gezahlt.
Immer wieder komme es vor, dass die Polizei sich weigere, Anzeigen von Eltern aufzunehmen - damit in den Statistiken nicht zu viele ungelöste Fälle vorkommen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)