21. Januar 2014
Schizophrenie ist eine Krankheit, die viele Symptome wie Halluzinationen oder sogenannte "Denkstörungen" hat. Häufig werden Schizophrene aus dem gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen.
Forscher der Queen Mary University in London wollten nun wissen warum und analysierten das Kommunkationsverhalten von Schizophrenen. Sie nutzten dafür erstmalig die aus Filmen bekannte "Motion Capture"-Technologie. Dabei haben sie 20 schizophrene und 100 nicht-schizophrene Probanden mit reflektierenden Punkten am Körper markiert und die Bewegungen mit 3D-Kameras aufgenommen.
Die Forscher beobachteten, dass die Teilnehmer mit einer psychischen Erkrankung beim Kennenlernen anderer Personen verschlossener waren. Dies lag offenbar auch an der Art und Weise, wie nicht-Schizophrene ihnen begegnet sind, obwohl sie nichts von ihrer Krankheit wussten. Laut der Forscher sind beim Kennenlernen für Schizophrene besonders die ersten 30 Sekunden entscheidend. Könnten sie in dieser Zeit keine Verbindung zum Gegenüber aufbauen, blieben sie weiterhin zurückhaltend.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)