22. Januar 2014
Das Fell eines Dreifinger-Faultiers scheint ein Ökosystem für sich zu sein.
Dort wachsen Algen. Diese dienen dem Faultier als Tarnung und vielen Insekten als Lebensraum. Im Faultier-Fell siedeln Motten, Käfer und auch Schmetterlinge. US-Wissenschaftler haben jetzt untersucht, was der Kot der Faultiere mit der Fellpflege zu tun hat.
Die Forscher sind der Frage nachgegangen, warum Dreifinger-Faultiere ihren Kot nicht einfach vom Ast fallen lassen wie andere Faultierarten. Stattdessen klettern die Tiere hinab und machen ihr Geschäft auf dem Waldboden - damit begeben sie sich in Lebensgefahr.
Die Forscher fanden heraus, dass die Faultiere damit wohl das Leben von Motten in ihrem Fell fördern. Die Motten können auf dem Waldboden ihre Eier in den frischen Kot der Faultiere legen. Er dient dann den Larven als Nahrung, die - zu Motten herangewachsen - wieder zu einem Faultier fliegen. Dort versorgen sie die Algen im Fell mit Nährstoffen. Diese dienen den Tieren als Nahrung.
Die Wissenschaftler schreiben über ihre Forschung in den "Proceedings B" der britischen Royal Society.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)