22. Januar 2014

Rückspiegel: Erfinder der Dauerwelle stirbt vor 63 Jahren

In unserer Rubrik "Rückspiegel" erinnern wir heute an den Erfinder der Dauerwelle.

Am 22. Januar 1963, heute vor 51 Jahren, ist der Friseur Karl Ludwig Nessler gestorben. Er stammte aus dem Schwarzwald und revolutionierte mit seiner Erfindung das Haarstyling. Um die Jahrhundertwende zog Nessler von Baden nach Paris. Friseure in gehobenen Salons machten damals etwas her. Sie trugen Frack und Zylinder.

Die entscheidenen Versuche auf dem Weg zur Dauerwelle unternahm er an seiner Freundin und späteren Ehefrau. Er drehte ihr die Haare zu mehreren hornförmig abstehenden Nestern zusammen. Die erhitzte Nessler dann mit einer selbstkonstruierten beheizbaren Zange. Die Freundin soll sich dabei Brandblasen zugezogen haben. Aber die Wellung im Haar hielt.

In London ging Nessler im Jahr 1906 mit seiner Erfindung an die Öffentlichkeit und meldete ein Patent an. Nach dem Ersten Weltkrieg zog er in die USA und baute dort ein Firmenimperium auf. Den Dauerwellen-Heimapparat verkaufte er für 15 US-Dollar. In seinem Heimatdorf im Schwarzwald gibt es inzwischen ein Museum, das aussieht wie ein Friseur-Salon.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)