22. Januar 2014
Fieber ist nützlich für den Körper - Medikamente dagegen richten einigen Schaden an.
Wer bei einer Grippe fiebersenkende Mittel nimmt, stört nicht nur den eigenen Heilungsprozess, sondern steckt im Schnitt auch mehr Leute an - das schreiben Forscher aus Kanada in einem Fachblatt ("Proceedings B" der Royal Society). Die Mathematiker haben ausgerechnet, dass wegen fiebersenkender Mittel die Zahl der Infizierten bei jeder Grippe-Epidemie im Schnitt um fünf Prozent steigt. In Nordamerika seien das mehr als tausend zusätzliche Todesfälle.
Fieber heizt den Körper eigentlich so auf, dass Bakterien und Viren sich nicht so gut vermehren können und lässt das Immunsystem besser arbeiten. Der Nachteil: Man fühlt sich miserabel und ist ans Bett gefesselt. Medikamente gegen Fieber haben zur Folge, dass man sich besser fühlt, es überleben dafür aber mehr Viren und Bakterien im Körper. Die Forscher schreiben: Die Erkrankten gehen früher wieder zur Arbeit oder Schule und stecken dort mehr Leute an als ohne die Medikamente.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)