22. Januar 2014

Die nährstoffarme Tiefsee ist Virengebiet

Wer ganz tief taucht, stößt auf eine andere Welt - auch, was Kleinstlebewesen angeht.

Deutsche Forscher haben herausgefunden, dass sich das Verhältnis von Viren zu Bakterien in der Tiefsee ändert. Normalerweise gibt es in unserer Umwelt mehr Mikroben als Viren. Die Forscher stellten dagegen in extrem tiefen, alten und nährstoffarmen Meeressedimenten 200 mal mehr Viren fest als Mikroben. Viren sind in diesen extremen Lebensräumen damit die Lebewesen, die am häufigsten vorkommen.

Die Forscher erklären das damit, dass Mikroben am Grund der Tiefsee zu schwach sind. Bakterien und Einzeller produzieren dort wohl zu wenig Enzyme, um die Viren in Schach zu halten.

Die Forscher haben ihre Arbeit im "Journal of the International Society for Microbial Ecology" veröffentlicht.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)