22. Januar 2014

Bundeswehr erlässt neue Dienstvorschrift zu Tattoos und Piercings

Soldaten können sich freuen: Ab Februar dürfen sie einen Regenschirm tragen.

Allerdings nur zum Dienstanzug und nur in schwarz. Die Bundeswehr hat eine neue Dienstvorschrift, wie die Soldaten und Soldatinnen aussehen dürfen. In den 60ern hieß der Erlass noch "Haar- und Barttracht der Soldaten". Noch ein Unterschied: Tattoos und Piercings blieben damals unerwähnt, heute widmet die Bundeswehr den "Körpermodifikationen und Körperbemalungen" ein ganzes Kapitel. Der Blog "Augen geradeaus" hat die neue Dienstvorschrift veröffentlicht. Darin ist zu lesen: "Tunnel im Ohrläppchen" sind zum Beispiel nur erlaubt, wenn sie mit einer hautfarbenen Abdeckung verdeckt werden. Frauen dürfen Ohrstecker tragen, aber bitte nur einen pro Ohr. Piercings und Tattoos müssen weg oder irgendwie unsichtbar gemacht werden.

Für alle Unwissenden erklärt die Bundeswehr in der Vorschrift auch, was eigentlich "dezent" heißt: unaufdringlich, nicht auffallend, feinfühlig, taktvoll, vornehm-zurückhaltend.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)