22. Januar 2014

Bertelsmann-Stiftung: Rückschläge bei der Demokratie

Politische Missstände und große soziale Unterschiede führen in den nächsten Jahren zu mehr Protesten auf der Welt.

Das ist die Einschätzung der Bertelsmann-Stiftung, die heute eine neue Studie zur politischen und gesellschaftlichen Entwicklung von 129 Staaten auf der Welt vorstellt. Die Deutsche Presse Agentur hat sich diesen Transformations-Index schon durchgelesen. Der besagt demnach zum Beispiel, dass es in den meisten der untersuchten Demokratien Rückschritte gibt - bei vermeintlichen Standards wie fairen Wahlen, Pressefreiheit oder Gewaltenteilung. Auf politischer und gesellschaftlicher Ebene besonders negativ fielen Syrien, Mali und Sri Lanka auf, aber auch europäische Länder wie Ungarn, Bulgarien und die Ukraine. Lob gab es dagegen unter anderem für Uruguay, Polen und Birma.

Der "Arabische Frühling" hatte nach Ansicht der Bertelsmann-Stiftung unterschiedliche Auswirkungen: Es gab demokratische Fortschritte, allerdings verloren die Länder an Wirtschaftskraft.

Dem Transformations-Index der Bertelsmann-Stiftung liegen Daten von Januar 2011 bis Januar 2013 zu Grunde. Neben Entwicklungs- und Schwellenländern wurden auch Staaten in Ost- und Mitteleuropa untersucht.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)