22. Januar 2014
Wenn man einen Herzinfarkt bekommt, dann doch bitte zu normalen Geschäftszeiten.
Spätabends, nachts oder am Wochenende hat man nämlich schlechtere Überlebenschancen. Das berichten Wissenschaftler an der US Mayo Clinic im Fachblatt "British Medical Journal". Sie haben fast 50 Studien aus den USA, Kanada und Europa mit insgesamt knapp zwei Millionen Patienten analysiert und sind zu dem Schluss gekommen: Herzinfarktpatienten, die nachts und am Wochenende ins Krankenhaus eingeliefert werden, haben eine um fünf Prozent höhere Sterberate als solche, die tagsüber kommen. Zu den Randzeiten gibt es laut den Forschern allein in den USA 6.000 zusätzliche Todesfälle. Als Grund geben sie an, dass dann weniger Ärzte und Pflegepersonal im Dienst sind und diejenigen, die da sind, oft weniger Erfahrung haben. Die Studienautoren fordern mehr Untersuchungen, um herauszufinden, was genau schiefläuft.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)