22. Januar 2014
Bienen können Zucker über lange Strecken hinweg riechen.
Offenbar reichen schon einige wenige Moleküle in der Luft, damit die Sinneszellen der Insekten darauf anspringen. US-Forscher berichten im Fachblatt "Proceedings B", dass das etwas mit den Schwingungen der Duftmoleküle zu tun haben könnte. Sie machten Experimente mit Honigbienen, die sie an unterschiedliche Arten von Zucker gewöhnten. Bei dem einen Zucker waren die Wasserstoffatome im Molekül etwas schwerer als bei dem anderen - es waren Isotope. Beide Zuckermoleküle hatten also die gleiche Struktur, aber wegen ihrer verschiedenen Massen hatten sie leicht unterschiedliche natürliche Schwingungen. Diesen winzigen Unterschied konnten die trainierten Bienen im Versuch wahrnehmen. Das unterstützt den Wissenschaftlern zufolge die Hypothese, dass für den Riechvorgang nicht nur die Struktur, sondern auch die Schwingungen eines Duftmoleküls eine Rolle spielen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)