22. Januar 2014
Gestern war der Internetverkehr in China stark gestört.
Jetzt liefert der Analysedienst "Compuware" Zahlen. Demnach dauerte der Internetausfall acht Stunden und betraf zwei Drittel des Traffics in China. Weltweit sei etwa ein Siebtel aller Internetnutzer betroffen gewesen. Durch die Störung im Netz wurden die Nutzer fälschlicherweise auf eine US-amerikanische Seite umgeleitet.
Zu den Hintergründen gibt es unterschiedliche Aussagen. Das chinesische Außenministerium spricht von Sabotage durch Hacker. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet dagegen von einem Eigentor der chinesischen Internet-Zensoren, und beruft sich dabei auf Insiderinformationen aus Kreisen, die mit der Netzkontrolle der Regierung vertraut sind. Die Panne sei wahrscheinlich durch einen technischen Fehler bei Arbeiten an der sogenannten "Great Firewall" zustande gekommen, die den Internetverkehr in China filtert. Auch unabhängige Experten aus den USA gehen davon aus, dass die Störung durch Rechner der "Great Firewall" zustande kam.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)