22. Januar 2014

Chrome-Browser: Lücke ermöglicht Belauschen des Mikros

Viele Laptop-Nutzer kleben die kleine Kamera über dem Bildschirm ab, um nicht ungewollt beobachtet zu werden.

Was aber trotzdem noch passieren kann ist, dass das Mikrofon des Rechners Audiosignale weiterleitet. Laut einem Bericht der US-Technologie-Website "The Verge" kann dieses Problem besonders beim Internetbrowser "Chrome" von Google auftreten. Demnach können Webseiten böswillig so programmiert werden, dass sie im Hintergrund mitlauschen, ohne dass der Internetnutzer es bemerkt. Das sei möglich, nachdem der User der Seite eine Erlaubnis zum Zugriff auf sein Mikrofon erteilt hat. Wenn er die Seite später schließt, kann das Tonsignal des Mikros dann trotzdem noch weiter abgehört werden - durch ein unauffälliges kleines Pop-Up-Fenster im Hintergrund.

Google zufolge ist die Sicherheitslücke keine unmittelbare Gefahr - der Nutzer müsse der Seite schließlich zunächst erlauben, auf sein Mikrofon zuzugreifen. Der Programmierer Tal Ater, der das Problem als erster entdeckte, sieht es anders. Er sagte "The Verge", Seiten mit Spracherkennung würden in Zukunft immer häufiger.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)