22. Januar 2014

Brandenburg: Sorbisch wird mehr gefördert

Neben den Dänen, den Friesen und den Roma sind die Sorben eine nationale Minderheit in Deutschland. Das heißt, sie stehen unter besonderem Schutz des Staates.

Der Brandenburgische Landtag hat jetzt beschlossen: Sprache und Kultur der Sorben sollen stärker gefördert werden.

Konkret heißt das: Sorben können sich in Zukunft in ihrer Sprache an eine Behörde wenden. Der Unterricht in Niedersorbisch wird in Kindergärten und Schulen ausgebaut. Und auch in Forschung und Lehre sollen Sprache und Traditionen angemessen berücksichtigt werden.

In Deutschland gibt es etwa 60.000 Sorben. Sie leben vor allem in Sachsen und Brandenburg. In der Niederlausitz heißen sie auch Wenden. Sie sind die Urbevölkerung der Region - mit eigener Sprache, eigener Flagge, speziellen Trachten und Bräuchen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)