23. Januar 2014

Medienwissenschaftler: Petition gegen Markus Lanz steht für Unzufriedenheit mit Rundfunkgebühr

Markus Lanz sorgt im Moment für Aufregung, weil er bei einer Sendung die Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht oft nicht ausreden ließ.

Die Kritiker des Moderators haben deshalb eine Aktion gestartet: "Raus mit Markus Lanz aus meiner Rundfunkgebühr" hat mittlerweile mehr als 80.000 Unterzeichner.

Der Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen meint im "Tagesspiegel", dass die Petition im Internet für einen doppelten Protest steht. Einmal geht es darum, dass die Menschen immer noch unzufrieden mit dem Rundfunkbeitrag sind - und nicht für einen Talk wie den von Lanz mit Sahra Wagenknecht zahlen wollen.

Außerdem kann man hier eine generelle "Medienverdrossenheit" sehen, glaubt Pörksen. Er erklärt, dass am Fall Lanz deutlich wird, dass wir von einer "Mediendemokratie" in eine "Empörungsdemokratie" übergehen. Nicht mehr die Leitmedien setzen Themen, sondern das Publikum - per Shitstorm zum Beispiel.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)