23. Januar 2014

Trisomie 21: Hilfe durch Gentherapie oder Medikamente?

Menschen mit Trisomie 21, auch Down-Syndrom genannt, haben ein Exemplar des Chromosoms 21 zu viel.

Im vergangenen Jahr ist es Forschern gelungen, das überzählige Exemplar des Chromosoms in der Petrischale stillzulegen. Das heißt: Die Gene darauf werden dauerhaft nicht mehr abgelesen. Ob das einen Durchbruch in der Gentherapie von Trisomie 21 bedeutet, wird in der Zeitschrift "Spektrum der Wissenschaft" diskutiert. Anita Rauch von der Universität Zürich merkt in dem Artikel an, man dürfe nicht erwarten, dass eine Therapie schon vor der Tür steht. Von klinischen Studien mit echten Patienten sei man noch Jahrzehnte entfernt. Der größte Wert der Studie liege darin, dass es jetzt ein Zellsystem in der Petrischale gebe, in dem man das dritte Chromosom 21 gezielt an- und ausschalten könne.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)