23. Januar 2014

2013: Viele Hirn-Erkrankungen nach Zeckenbissen

Zecken können gefährliche Viren übertragen.

Letztes Jahr wurden dem Robert-Koch-Institut etwa 400 Fälle gemeldet, in denen ein Zeckenbiss zu FSME geführt hat. Das steht für Frühsommer-Meningoenzephalitis und die kann Entzündungen im Gehirn auslösen. Etwa die Hälfte der 400 FSME-Erkrankten litt nach der Infektion unter einer schweren Entzündung.

Im Vergleich zu den Jahren davor gab es letztes Jahr relativ viele FSME-Fälle. Allerdings schwanken die Zahlen stark, weil es viele Einflussfaktoren gibt. Zum einen ist es von Bedeutung, wie gut sich die Zecken vermehren konnten. Auch die Zahl der Mäuse ist entscheidend, weil Mäuse der wichtigste Wirt für Zeckenlarven sind. Und auch das Wetter spielt eine Rolle: Warme und nicht zu trockene Sommer sind für Zecken optimal.

Unklar ist, warum in manchen Regionen Deutschlands das FSME-Risiko höher ist als in anderen - vor allem in Bayern und Baden-Württemberg. In manchen Regionen gibt es das Virus gar nicht.

Das Robert-Koch-Institut empfiehlt, sich in Risiko-Gebieten gegen FSME impfen zu lassen. Ein Gegenmittel gibt es nämlich nicht.

Hier gibt es eine Karte zu FSME-Risiko-Gebieten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)