24. Januar 2014

Tungara-Frösche setzen beim Balzen ihr Leben auf's Spiel

Wer zuviel und zu stark balzt, wird schnell zur Beute.

Diese Grundregel sollten sich Tungara-Frösche in Mittel- und Südamerika hinter ihre Schallblasen schreiben. Wissenschaftler aus Panama haben herausgefunden, dass die Frösche höchst gefährlich leben, wenn sie um Weibchen werben. Im Fachblatt "Science" schreiben sie, dass die Frösche mit ihren Schallblasen beim Balzen kleine Wellen im Wasser erzeugen.

Durch diese Mini-Wellen werden sie aber leicht zur Beute für Fledermäuse, die sie so leicht orten können. Wenn es nur die Balz-Geräusche, aber keine Wellen gab, griffen die Fledermäuse dagegen nicht an. Auch wenn die Frösche unter einem Blatt saßen, jagten die Fledermäuse sie nicht. Die Forscher vermuten, dass das Laub die akustischen Schlüsselsignale verzerrt und die Fledermäuse irritiert.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)