24. Januar 2014

Klima: Staub hat erheblichen Einfluss

Für die einen ist es schlicht grauer Schlamm, für die anderen ein wertvolles Archiv der Klimageschichte.

Vor vier Jahren hatten Forscher des Eisbrechers Polarstern aus dem Südpazifik einen Haufen Schlamm von ganz unten aus dem Meer mitgebracht. Die Meeressedimente sind jetzt ausgewertet und die Ergebnisse sind im Fachmagazin "Science" erschienen.

Dabei ist Erstaunliches zutage gekommen: Staub hat den natürlichen Wechsel zwischen Kälte- und Wärmezeiten auf der Südhalbkugel maßgeblich mitbestimmt. Das internationale Forscherteam konnte belegen, dass der Staubanteil im Sediment während Eiszeiten um das Zwei- bis Dreifache höher war als in warmen Phasen der Klimageschichte.

Auf die Frage, warum Staub das Klima beeinflusst, wissen die Geologen zwei Antworten: Zum Einen kurbelt nährstoffreicher Staub die biologische Produktion an - dadurch wird das Treibhausgas Kohlendioxid weniger und es wird kälter auf der Erde. Zum Anderen blockt Staub die Sonneneinstrahlung und verhindert dadurch ein Aufheizen der Erde.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)