24. Januar 2014

China kann sich eine Tobin-Steuer vorstellen

China hat Angst vor zu viel Geld.

Weil der Yuan stark ist und das Land hohe Zinsen bietet, kaufen viele ausländische Investoren die chinesische Währung. Schon jetzt hat China die größten Devisen-Reserven der Welt - mehr als 3,8 Billionen US-Dollar - und die Menge steigt weiter. Die chinesische Regierung befürchtet, dass das zu einer Preisblase führen könnte. Deswegen überlegt sie, wie sie den Boom stoppen kann. Dabei ist eine Option die sogenannte Tobin-Steuer, eine Abgabe auf Devisen-Geschäfte. Die Idee dazu kommt von dem US-Wirtschaftswissenschaftler James Tobin. Er schlug 1972 vor, weltweit eine Steuer auf Geschäfte mit Devisen einzuführen. Damit wollte er verhindern, dass die Wechselkurse zu stark von kurzfristigen Währungs-Spekulationen beeinflusst werden und weniger von echten wirtschaftlichen Entwicklungen.

Auch Globalisierungskritiker wie Attac fordern die Tobin-Steuer und wollen mit den Einnahmen gegen Armut und den Klimawandel kämpfen. Einige Staaten haben schon darüber nachgedacht, die Abgabe einzuführen. Kritiker meinen aber, dass sie nur funktionieren würde, wenn wirklich alle Länder weltweit mitmachen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)