24. Januar 2014
Die Chinesen haben es inzwischen in vielen Sportarten an die Weltspitze geschafft.
Aber beim Fußball ist das anders - die chinesische Nationalelf konnte sich seit 2002 noch nicht einmal für die WM qualifizieren. Der chinesische Verband will dem einheimischen Fußball jetzt zu mehr Erfolg verhelfen. Dabei geht er vor allem gegen Bestechung vor - viele Spieler und Trainer kaufen sich nämlich bisher einfach einen Platz in der ersten Liga oder der Nationalelf, obwohl sie eigentlich ziemlich talentfrei sind. Auch bei Spielergebnissen wird viel manipuliert. In Zukunft soll der staatliche Ligaverband nicht mehr gleichzeitig für Organisation und Aufsicht verantwortlich sein. Stattdessen soll sich ein Zusammenschluss von Fußballclubs um den Spielbetrieb kümmern; eine extra Abteilung des staatlichen Verbands soll Bestechung und Spielabsprachen bestrafen.
Außerdem will China mehr private Investoren dazu ermutigen, eine eigene Mannschaft zu gründen. Vorbild ist der erfolgreiche Verein Guanghou Evergrande, der vor vier Jahren von einer Immobilienfirma gekauft wurde. Er hat als einziger chinesischer Club ein professionelles Management, Nachwuchs-Förderung und belohnt seine Spieler für Erfolge.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)