26. Januar 2014
Der Holocaust kommt im Schulunterricht in einigen Ländern auf der Welt gar nicht vor.
Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler des Georg-Eckert-Instituts für internationale Schulbuchforschung. Der "Spiegel" berichtet vorab über ihre Untersuchung von Lehrplänen und Schulbüchern aus knapp 200 Staaten. Demnach wird der Mord an den europäischen Juden durch die Nationalsozialisten in Ländern des Nahen Ostens nur teilweise erklärt oder ganz ausgeblendet. Anderswo werde das Thema verkürzt, etwa in Mexiko als "Folge der Nutzung neuerer Technologien im Krieg". In Indien werden dem Bericht zufolge die Ideale der Nationalsozialisten sogar positiv dargestellt.
Die Forscher sprechen sich dafür aus, dass im Unterricht mehr Quellen, Zitate und Zeugenaussagen herangezogen werden, um eine angemessene Darstellung zu ermöglichen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)