27. Januar 2014
Der Holocaust-Historiker Randolph L. Braham spricht von einer "geschichtsfälschenden Kampagne".
Die wirft er der ungarischen Regierung vor. Aus Protest hat Braham einen Verdienstorden des Landes zurückgegeben. Außerdem will er nicht mehr, dass sein Name für ein Holocaust-Gedenkzentrum in Budapest verwendet wird.
In einem offenen Brief schreibt der Historiker: Der letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht habe, sei der Plan der ungarischen Regierung, ein Denkmal zur Erinnerung an den Einmarsch Nazi-Deutschlands im März 1944 zu errichten. Braham wirft der Führung des Landes vor, die Mitverantwortung Ungarns für den Holocaust zu leugnen. Ungarn war im Zweiten Weltkrieg mit Deutschland verbündet.
Auch viele andere Historiker, Politiker und Holocaust-Überlebende sehen das neue Denkmal kritisch. Der ungarische Regierungschef Viktor Orban betont, es sei den Opfern der deutschen Besatzung gewidmet.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)