27. Januar 2014
Der Tsunami vor fast drei Jahren war für die Menschen in Japan traumatisch.
Und auch bei Kindern, die das Unglück miterlebt haben, zeigen sich die Folgen noch heute. Das haben Wissenschaftler der Universität von Tohoku festgestellt. Sie untersuchten 178 Schüler aus drei Präfekturen, die besonders von der Katastrophe betroffen waren.
Dabei kam heraus, dass jedes vierte dieser Kinder psychische Probleme hat, wie Aggression, Platzangst, Schwindel, Übelkeit oder Kopfschmerzen. Solche Auffälligkeiten zeigten sich bei ihnen drei Mal häufiger als bei Kindern aus einer nicht vom Tsunami betroffenen Vergleichsregion. Zum Zeitpunkt des Unglücks waren die Kinder drei bis sechs Jahre alt. Die Autoren der Studie fordern, dass die Schüler schnellstmöglich Hilfe bekommen. Sie werden in den kommenden zehn Jahren noch weiter beobachtet.
Die Studie wurde vom japanischen Gesundheitsministerium in Auftrag gegeben.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)