28. Januar 2014

Umfrage: Europäische Wissenschaftler haben Zukunftsangst, können aber frei forschen

In Europa ist das größte Problem von jungen Wissenschaftlern, dass ihre berufliche Zukunft so ungewiss ist.

Der Berliner "Tagesspiegel" schreibt über eine Umfrage der "Global Young Academy". Weltweit wurden 650 Forscherinnen und Forscher zu ihrer Arbeit befragt. In Europa werden die Jobchancen am schlechtesten eingeschätzt. Nicht mal ein Drittel der Befragten geht davon aus, irgendwann eine Professur zu bekommen. Überall sonst auf der Welt sind sie optimistischer.

Anders sieht es aus, wenn es um akademische Freiheit geht. Bei diesem Thema liegen die Europäer vorn. Nur acht Prozent sagen, dass sie nicht frei forschen können. In Amerika, Asien und Afrika sind die Wissenschaftler eingeschränkter. Dort ist der Druck hoch, sich beim Forschungsthema danach zu richten, was die Gesellschaft aktuell als relevant einschätzt.

Noch ein Ergebnis der Umfrage: Überall machen Wissenschaftler Überstunden und haben kaum Privatleben. Die Leiter der Umfrage meinen: Nachwuchsforscher dürfen nicht "billige Arbeitskräfte" sein, sondern müssen nachhaltig ausgebildet werden. Sonst verlieren sie das Wichtigste: die Inspiration.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)