28. Januar 2014

Pest-Forscher: Der Schwarze Tod könnte zurückkommen

Der "Schwarze Tod" forderte im 16. Jahrhundert geschätzte bis zu 50 Millionen Menschenleben in Europa - mindestens ein Drittel der Bevölkerung.

Heute scheint die Pest vom Kontinent verschwunden zu sein, doch ein Team internationaler Forscher sagt jetzt: Neue Pest-Pandemien, also länder- und kontinentübergreifende Ausbreitungen der Krankheit, sind jederzeit möglich. Denn: Nagetiere tragen den Erreger, das Bakterium Yersinia Pestis, immer noch in sich.

Für ihre Studie haben die Forscher das Erbgut von dutzenden Varianten des Bakteriums entschlüsselt und verglichen. Herausgekommen ist eine Art Stammbaum des Bakteriums, der den Forscher half, die Entwicklung der Pest-Erreger zu verstehen. Ihr Fazit: Yersinia Pestis ist zu mehreren Zeitpunkten in der Geschichte plötzlich aufgetaucht und hat große Pandemien ausgelöst. Das könnte auch heute noch passieren. Das Risiko ist allerdings geringer, weil es mittlerweile wirksame Medikamente gibt.

Die Pest-Studie erscheint in der Fachzeitschrift "The Lancet Infectious Diseases"

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)