28. Januar 2014

Anglizismus des Jahres 2013: "gate"-Endung

In Deutschland kann man auch Affäre dazu sagen, auf englisch heißt es einfach "gate".

Die Nachsilbe hat sich aus dem "Watergate-Skandal" entwickelt und wird jetzt an jeden neuen Skandal drangehängt. Jetzt wurde "gate" in Deutschland zum Anglizismus des Jahres 2013 gewählt. Die Jury aus Sprachwissenschaftlern meint, dass sich der Begriff letztes Jahr noch einmal besonders ausgebreitet hat. Es gab das "Handy-Gate", als Merkels Handy abgehört wurde oder das "Mops-Gate", als der steinerne Loriot-Hund in Stuttgart geklaut wurde. Laut der Jury werden nicht mehr nur einzelne Wörter aus dem Englischen ins Deutsche übernommen, sondern auch Wortteile. Die werden dann mit deutschen Begriffen zusammengesetzt.

Die weiteren Plätze belegten die Vorsilbe "Fake-" für Fälschung und das Wort "Whistleblower", zu Deutsch: Enthüller.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)