28. Januar 2014
Die rituelle Beschneidung von Jungen ist umstritten.
Das israelische Parlament, die Knesset, wirbt jetzt für diesen Brauch - und zwar mit einem Video. Darin sieht man aber keine Babys auf dem Operationstisch, sondern ausschließlich israelische Ärzte, die über die medizinischen Vorteile der Beschneidung sprechen.
Israel will das Video jetzt dem Europarat zeigen. Der hatte im Herbst die rituelle Vorhautentfernung kritisiert. Sie verstoße gegen die "körperliche Unversehrtheit von Kindern". Die Länder müssten dafür sorgen, dass bestimmte Operationen erst erlaubt sind, wenn die Kinder mitentscheiden können. Das widerspricht aber der jüdischen Tradition, in der die Jungen acht Tage nach der Geburt beschnitten werden.
Knesset-Sprecher Juli Edelstein sagt in dem Video, Jahrtausende lang seien Juden bereit gewesen, für das Beschneidungs-Gebot ihr Leben zu opfern. Deshalb werde man auch jetzt daran festhalten.
Hier geht es zu dem Video auf Youtube.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)