29. Januar 2014
In Venezuela haben etwa hundert Journalisten und Journalismusstudenten gegen Papiermangel demonstriert.
Sie zogen durch die Hauptstadt Caracas und forderten von der Regierung, dass sie ihnen wieder ermöglicht, Druckpapier für ihre Zeitungen zu kaufen. Neun regionale Tageszeitungen hätten bereits schließen müssen und einige der großen Medienhäuser hätten ernsthafte Probleme.
Zum Hintergrund: Die nationale Währungsbehörde in Venezuela hatte vor gut zehn Tagen die Devisen für rund 70 Zeitungshäuser eingefroren. Dadurch können die Zeitungen nicht mehr, wie üblich, Papier aus dem Ausland kaufen.
Viele Journalisten werfen den Behörden vor, mit diesen Methoden die Presse zum Schweigen bringen zu wollen.
Laut der Organisation "Reporter ohne Grenzen" sind Journalisten in Venezuela auch unter dem neuen Präsidenten Nicolás Maduro starken Repressionen ausgesetzt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)