29. Januar 2014
Die Forscher haben nach der berühmten Stecknadel im Heuhaufen gesucht - und sie waren erfolgreich.
Deutschen Biologen ist es gelungen, aus den mehr als fünf Milliarden Basenpaaren des Gerstegenoms, ein einzelnes Gen zu isolieren, welches für die Resistenz gegen Gelbmosaikviren verantwortlich ist. Diese Viren haben vor allem in Europa und Asien sehr viel Gerste zerstört. Ein Grund: Die Viren werden durch einen Pilz im Boden übertragen - Pflanzenschutzmittel sind also zwecklos.
Den Wissenschaftlern zufolge kann die Isolierung des Gens dabei helfen, gegen die Viren anzugehen. Jetzt könnte man zielgerichtet Gerste züchten, die resistent ist.
Gerste ist nach Weizen die bedeutendste Getreideart in Deutschland. Während Sommergerste insbesondere als Rohstoff in der Brauerei genutzt wird, dient Wintergerste überwiegend als Futtermittel.
Die Forscher schreiben über ihre Entdeckung in den "Proceedings of the National Academy of Sciences".
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)