29. Januar 2014
Vier Musiker, vier Streichinstrumente - aber nur einer gibt den Ton an.
Bei Quartetten gibt es solche Hierarchien, aber auch welche, bei denen alle gleichberechtigt sind. Das haben britische Forscher anhand zweier Musikgruppen untersucht - die britische "BBC" berichtet darüber. Den Musikern wurden Mikrofone unter die Saiten ihrer Geigen montiert, um die Instrumente einzeln aufzunehmen. Die Aufnahmen zeigten, dass die Spieler ihr Tempo immer wieder um Hundertstel-Sekunden anpassten. In einer Gruppe gab einer den Takt vor - die anderen passten sich an. Im zweiten Quartett horchte dagegen jeder auf jeden und alle veränderten ihre Geschwindigkeit entsprechend. Interessant: Die Spieler hatten keine Ahnung von ihrer musikalischen Hierarchie.
Jetzt wollen die Wissenschaftler laut "BBC" herausfinden, ob das Publikum einen Unterschied zwischen demokratischen und autokratischen Musikgruppen hört.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)