29. Januar 2014
Was Multiple Sklerose verursacht, ist ein Mysterium.
Es wird vermutet, dass eine Mischung aus genetischen und Umweltfaktoren dahintersteckt. Einen möglichen Auslöser der Nervenkrankheit wollen Forscher an der US-Uni Cornell gefunden haben. Auf einer Tagung haben sie über einen Zusammenhang mit Lebensmittelvergiftungen berichtet. Es geht um das Bakterium Clostridium perfringens, das im Erdboden und manchmal in rohem Fleisch vorkommt. Meistens löst es beim Menschen einen Tag Durchfall und Magenkrämpfe aus - es produziert laut den Forschern aber auch ein Gift, das Schaden im Hirn anrichten kann.
In Tests mit Mäusen gelangte das Gift vom Blut ins Gehirn und zerstörte dort Zellen, die Myelin produzieren. Dieser Stoff schützt Verbindungen von Nervenzellen - und genau die gehen bei Multipler Sklerose kaputt. Ob das Bakterium aber wirklich MS auslöst, müssen weitere Studien zeigen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)