29. Januar 2014
In Schweden gibt es seit zwei Tagen einen sehr umstrittenen Internet-Pranger.
Auf dem Portal lexbase.se kann man das Vorstrafenregister jedes schwedischen Bürgers eingesehen. Einer der Betreiber der Seite ist jetzt nach Todesdrohungen zurückgetreten. Darüber berichtet "heise" und bezieht sich auf das [schwedische Onlineportal "The Local"|http://www.thelocal.se/20140128/lexbase-official-quits-as-controversy-rages-over-criminal-records ]. Demnach machen sich die Betreiber ein Informationsfreiheitsgesetz ("Offentlighetsprincipen") zunutze. Sie meinen, das Angebot könne etwa Frauen helfen, die vor einem Date herausfinden wollen, ob der Gegenüber wegen Vergewaltigung verurteilt worden sei.
Datenschützer sind der Zeitung zufolge da anderer Meinung und haben die Seite bereits der Polizei gemeldet. Außerdem seien schon Adressen gefunden worden, wo entgegen der Informationen des Portals keine verurteilten Straftäter lebten.
Auf der Seite kann man sich laut "The Local" auch eine Karte anzeigen lassen, auf der rote Punkte die Wohnorte aller verurteilten Straftäter markieren. Außerdem könne man sich von einer App vor Straftätern warnen lassen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)