29. Januar 2014

In Zebras entdecktes Riesenvirus könnte bei Milzbrand helfen

In toten Zebras hat ein Forscherteam jetzt eine ziemlich efreuliche Entdeckung gemacht.

Wie "Spektrum der Wissenschaft" berichtet, waren die Tiere an Milzbrand verendet. In den Kadavern fanden die Forscher demnach neben den tödlichen Milzbrandbakterien aber auch ein mögliches Gegenmittel gegen den Keim, der für den Menschen ebenfalls gefährlich ist. Die Rede ist von einem sehr großen Virus, das die Milzbrandbakterien als Wirt nutzt. Wie die Forscher im Fachmagazin "PLOS ONE" schreiben, produziert das Virus ein Lysin-Protein, das speziell gegen die Milzbrandbakterien gerichtet ist. Es löse ihre Zellwand auf und töte die Keime so ab.

Die Mikrobiologie setzt große Hoffnungen auf solche von Viren produzierten Lysine. Sie sollen bei multiresistenten Bakterien helfen, die auf Antibiotika nicht mehr reagieren. Ob das jetzt gefundene Riesenvirus dafür taugt, müssen klinische Tests zeigen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)