29. Januar 2014

Frankreich: Ultrakonservative haben Erfolg mit Schulboykott

In Frankreich sorgt ein Boykott-Aufruf gegen staatliche Schulen für Aufregung.

Die französische Regierung versucht mit einer neuen Gender-Politik Stereotypen von Mädchen und Jungen abzubauen. Hintergrund ist die Theorie, dass das Geschlecht nicht biologisch, sondern kulturell festgelegt wird. Ultrakonservative und rechte Aktivisten stört das. Sie werfen der Regierung vor, "natürliche Geschlechterrollen" zu unterdrücken und haben Eltern und Schüler zum Boykott aufgerufen. - Mit überraschend großen Erfolg. In mehr als 100 öffentlichen Schulen im Land wurde nach Angaben des Erziehungsministeriums der Unterricht gestört, weil Schüler nicht kamen. In Paris fehlten Anfang der Woche bis zu 30 Prozent.

Der Erziehungsminister hat die Schulleiter aufgefordert, die Eltern zur Rede zu stellen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)