29. Januar 2014

Herzbericht: Weniger Tote durch Herzinfarkt

Herzinfarkt oder andere Herzkrankheiten führen in Ostdeutschland viel häufiger zum Tod als im Westen.

Das steht im neuen Deutschen Herzbericht, der heute vorgestellt worden ist. Im Bundesdurchschnitt starben 2011 64 Menschen pro 100.000 Einwohner an einem Herzinfarkt, in Sachsen-Anhalt waren es mehr als 100. Als Grund vermuten die Autoren der Studie, dass es in Ostdeutschland weniger Ärzte gibt - insbesondere Herzspezialisten. Außerdem lebten die Menschen dort oft weniger gesundheitsbewusst.

Auch bei den Geschlechtern gibt es Unterschiede: Während Männer deutlich öfter an einem Herzinfarkt sterben als Frauen, ist die Todesrate der Frauen bei Krankheiten wie Herzschwäche und Herzrhythmusstörungen höher.

Herzkrankheiten gehören zu den häufigsten Todesursachen. Allerdings sterben inzwischen deutlich weniger Menschen an einem Herzinfarkt als noch vor 30 Jahren. Laut Ärzten liegt das an besserer Vorbeugung, Diagnostik und Therapie.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)