30. Januar 2014
Nach Bürgerjournalisten sind jetzt die Bürgerforscher auf dem Vormarsch.
Die "Süddeutsche Zeitung" schreibt über Biohacker oder Biopunks. Dabei geht es um Leute, die fernab der Uni eigene Labors bauen, um dort selbst zu forschen. Das machen sie in alten Geschäftsräumen oder Kellern. Die Ausstattung dafür kaufen sie im Internet.
Die Biopunker bauen zum Beispiel Glimmgene aus Glühwürmchen in Pflanzen ein und lassen diese so leuchten. In Graz in Österreich hat das erste Hobby-Labor im deutschsprachigen Raum erst kürzlich die Erlaubnis der Behörden bekommen, mit gentechnisch veränderten Material zu arbeiten. Über Sicherheit und saubere Arbeit wacht bei ihnen ein "biologisches Sicherheitskomitee". Zu dem gehören auch Experten von der Uni.
Als Bedrohung nimmt die Biopunker bislang kaum einer war - die meisten Experten meinen, dass die Bürgerforscher einen wichtigen Beitrag leisten können - zum Beispiel in der öffentlichen Debatte über Bio- und Gentechnik.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)