30. Januar 2014
Der Fischotter läuft mehr, als dass er schwimmt.
Das ist eine von vielen Erkenntnissen, die deutsche und polnische Naturschützer bei Tier-Beobachtungen in der Grenzregion gemacht haben. Der Grund: begradigte Gewässer, Betonwände und fehlende natürliche Ufer machen es dem Tier schwer, wieder aus dem Wasser zu kommen. Wenn das Tier aber an einen anderen Ort möchte, nimmt es deshalb inzwischen lieber den Landweg.
Die Naturschützer haben in den vergangenen zwei Jahren die Bestandsdaten von fünf Tierarten im Grenzland erfasst. Ziel ist es, mehr über die Wanderbewegung der Tiere in der Grenzregion zu erfahren. Die Naturschützer sagen, dass Straßen, Schienen und Zäune den Tiere häufig den Weg versperren. Sie fordern deshalb mehr Hilfe für die Tiere an Straßen, verbesserten Schallschutz und wieder mehr natürliche Ufer.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)