30. Januar 2014
"Kafunsho" -
so nennt man in Japan die Heuschnupfen-Saison, die gerade beginnt. Die vielen Japaner, die unter einer Pollenallergie leiden, will ein privater Wetterdienst jetzt mit Robotern unterstützen. Im ganzen Land sollen insgesamt 1.000 kugelförmige Roboter aufgehängt werden. Sie haben Gesichter und inhalieren durch den Mund die gleiche Menge Luft wie ein Mensch. Je nach Pollenbelastung verändert sich ihre Augenfarbe - von weiß über blau und gelb bis hin zu rot und violett. So warnen sie die Menschen auf der Straße. Die Daten, die die Geräte sammeln, sind auch übers Internet abrufbar.
In der Allergie-Zeit, die in Japan bis zum Frühsommer dauert, tragen viele Menschen weiße Gesichtsmasken, um sich zu schützen. Den meisten von ihnen machen vor allem Zedernpollen zu schaffen: In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg waren in Japan viele Bäume gefällt worden. Wiederaufgeforstet wurden diese Flächen meistens mit Zedern - und man merkte erst später, dass viele Japaner allergisch auf die Pollen reagieren.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)