30. Januar 2014
Beim Hausputz sollte man vielleicht mal darauf achten, was der Staubsauger da so alles einsaugt.
Denn Staub ist nicht gleich Staub. Das ist die Erkenntnis von Wissenschaftlern der University of Oregon, die eine Art Staub-Landkarte für ein Gebäude auf dem Uni-Campus erstellt haben. Untersucht haben sie dafür die Bakterien, die sie in Staubproben aus verschiedenen Räumen fanden - darunter Büros, Hörsäle, Toiletten und Wandschränke. Über das Projekt berichtet das Team aus Architekten und Biologen im Fachmagazin "PLOS One".
Welche Bakterien gefunden wurden, war unter anderem abhängig von der Zahl der Menschen, die einen Raum benutzten. In den Toiletten fanden die Forscher erwartungsgemäß besonders viele Darm-Bakterien. In Räumen, die eine Lüftung oder Klimaanlage hatten, war ein besonders resistenter Stamm gehäuft vorhanden. Und in Zimmern, die über die Fenster belüftet wurden, gab es vor allem Bakterien, die auf Pflanzen oder im Erdreich vorkommen.
Wie die Forscher schreiben, soll die Karte später einmal dazu beitragen, möglichst gesunde Bauweisen zu entwickeln. Schließlich verbringen wir heutzutage den Großteil des Tages in geschlossenen Räumen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)