30. Januar 2014

Kinderärzte warnen vor fremder Muttermilch aus dem Internet

Wahrscheinlich wollen Mütter, die im Internet fremde Muttermilch für ihre Babys kaufen, nur das Beste für ihr Kind.

Tatsächlich bringen sie es aber in Gefahr. Darauf hat der Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte hingewiesen. Nach den Worten von Verbandspräsident Wolfram Hartmann gibt es für Muttermilch, die zum Beispiel in Sozialen Netzwerken verkauft wird, keinerlei Kontrollen. So werde nicht überprüft, ob Spenderinnen zum Beispiel krank sind oder Drogen nehmen. Außerdem enthalte die Muttermilch einer Frau mit einem älteren Kind nicht die passende Nährstoffzusammensetzung für einen Säugling. Denn die Muttermilch passt sich im Lauf der Zeit immer wieder aufs Neue den Bedürfnissen der Kinder an. Hartmann betonte, industriell hergestellte Säuglingsmilch könnten Babys dagegen ohne Bedenken trinken.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)