30. Januar 2014

Frühe Wahlen in London: It's raining cats and dogs

Nicht nur in Deutschland, auch in Großbritannien gehen viele Menschen nicht wählen.

Historiker aus Newcastle sagen, dass das im London des 18. Jahrhunderts ganz anders war. Zeitungsartikel aus dieser Zeit zeigen, dass damals Zehntausende Londoner regelmäßig wählen gingen - egal, ob es dabei ums Parlament, den Stadtrat oder den Gerichtsdiener ging. Überrascht waren die Forscher auch über die Anzahl der Wahlen - zwischen 1700 und 1850 gab es in London mindestens 870. Das zeigt, was die Forscher ohnehin schon vermuteten: Das 18. Jahrhundert war eine Schlüssel-Ära für die Entwicklung der modernen Demokratie.

Die Wahlen konnten übrigens auch ziemlich emotional ablaufen: Im Wahlkreis Westminster bewarfen wütenden Wähler 1741 Politiker mit toten Hunden und Katzen.

Thesen und Quellen ihrer Forschung haben die Historiker für alle zugänglich im Netz veröffentlicht.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)