31. Januar 2014

Schwerelosigkeit hemmt Tumorwachstum

Bis jetzt fährt man zur Kur noch an die See - in ferner Zukunft empfehlen Ärzte vielleicht einen Aufenthalt im Weltraum.

Mediziner aus Deutschland und Dänemark haben nämlich Hinweise darauf, dass Krebszellen in der Schwerelosigkeit weniger aggressiv sind. Vor rund zwei Jahren schickten sie Proben eines Schilddrüsentumors mit dem chinesischen Raumschiff Shenzou ins All. Auf der Erde simulierten sie die Schwerelosigkeit mit einer speziellen Rotationsmaschine. Als die Proben aus dem All wieder da waren, analysierten die Forscher bei beiden Zellkulturen, wie sich die Genaktivität der Krebszellen veränderte. Die Ergebnisse legen laut den Medizinern nahe, dass die Schwerelosigkeit das Wachstum der Tumorzellen tatsächlich verringern kann.

Natürlich kann ein Krebskranker nicht einfach so ins All fliegen. Die Forscher hoffen aber, dass sie durch ihre Erkenntnisse Therapien entwickeln können, die auch auf der Erde funktionieren.

Erschienen ist die Studie im Fachmagazin der "Federation of the American Societies for Experimental Biology" (FASEB).

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)