31. Januar 2014
Im Grunde genommen ist unser Gehirn den ganzen Tag damit beschäftigt, rätselhafte Schallimpulse in sinnvolle Sprache zu übersetzen.
Für das Sprachverständnis ist die Region Gyrus temporalis superior zuständig. Sie wird durch Sprache aktiviert, andere Geräusche lassen sie kalt. Das weiß man schon eine Weile. Forscher an der Universität von Kalifornien in Seattle haben jetzt mehr Details zur Sprachverarbeitung in dieser Hirnregion herausgefunden. Im Magazin "Science" schreiben sie, dass bestimmte Nerven verschiedenen Klängen zugeordnet sind. Also reagieren manche Neuronen auf Vokale, andere sind auf Konsonanten spezialisiert und wieder andere nehmen Änderungen in der Tonhöhe wahr. Herausgefunden haben sie das über Elektroden, die Epilepsie-Patienten zur Therapie ins Gehirn eingepflanzt wurden. Diese konnten die Nervenaktivität ziemlich genau aufzeichnen. Die Forscher glauben jetzt zu wissen, wie das Hirn grundsätzlich Sprache decodiert. Für die weitere Sprachverarbeitung im Hirn sind aber noch viele Fragen offen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)