31. Januar 2014
Nach etlichen Enthüllungen wissen wir inzwischen: Die NSA spioniert wohl überall.
Ein Bericht der dänischen Zeitung "Dagbladet Information", dass auch die UNO-Klimakonferenz 2009 in Kopenhagen ausgespäht wurde, überrascht also nicht. Interessant ist aber, welche Folgen die Spionage möglicherweise hatte. Bei dem Gipfel stritten Schwellenländer und Industriestaaten um die Drosselung des CO2-Ausstoßes. Damit es am Ende eine Lösung gab, hatte die dänische Regierung einen Kompromiss ausgearbeitet. Der war geheim, damit sich die Gipfelteilnehmer anstrengen und von sich aus Zugeständnisse machen. Laut "Dagbladet" wurde das Geheimpapier aber von den USA ausspioniert. Die Zeitung zitiert Gipfelteilnehmer, dass sie oft verblüfft waren, wie genau die USA über alles Bescheid wussten und wie selbstsicher sie in den Verhandlungen waren. Das Papier selbst sei innerhalb der dänischen Regierung unverschlüsselt per Mail verschickt worden.
Der Gipfel selbst scheiterte dann. Die Staaten einigten sich nur auf einen Minimalkonsens.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)