31. Januar 2014

Zellulärer Müllsack: Forscher klären Struktur

Nicht nur unser Haushaltsmüll muss entsorgt werden, auch in jeder einzelnen Körperzelle nüssen zum Beispiel defekte Zellbestandteile eingesammelt und abtransportiert werden.

Streikt diese zelluläre Müllabfuhr, dann können sich schwere Krankheiten wie Krebs oder Alzheimer entwickeln. Deutsche Forscher konnten jetzt klären, wie ein wichtiges Detail dieses Entsorgungssystems funktioniert. Wie sie im Fachmagazin "Cell" schreiben, geht es um die Autophagozytose. Dieses System erkennt den Abfall, verpackt ihn und bringt ihn zu den zellulären Müllverbrennungsanlagen. Das funktioniert, indem sich eine Membran um den zellulären Müll legt. Den genauen Aufbau der Membran haben die Forscher untersucht. Das Ergebnis: Ein mechanisches Gerüst stützt die Membran. Das Gerüst ist ein flaches Netz, das die Membran vollständig bedeckt. Und die Knotenpunkte des Netzes bestehen aus Mini-Molekülen, die sich auch an die Membran heften. Hat sie den Abfall dann vollständig umschlossen, wird das Gerüst durch ein Enzym wieder entfernt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)