4. Februar 2014

China: Rauchen und Werbung dafür künftig an Grundschulen verboten

In China können Zigarettenhersteller Schulen sponsern - und sie tun das auch.

Damit soll jetzt aber Schluss sein. Das chinesische Schulministerium hat mit einem Rundschreiben an Grund- und Mittelschulen ein strenges Rauchverbot verhängt. Wie die "Global Times berichtet, dürfen in Zukunft auch keine Raucherecken für das Personal mehr eingerichtet werden. Auch Werbung für Zigaretten sei ab jetzt verboten. Und Zigarettenhersteller dürften nicht länger als Sponsoren für Bildungseinrichtungen auftreten. Manchmal wurden ganze Schulen nach Zigarettenmarken benannt wurden, weil der Hersteller beispielsweise ein Gebäude finanziert hatte.

China ist dem Bericht zufolge das Land mit dem höchsten Tabakkonsum weltweit. Fast ein Drittel der erwachsenen Bevölkerung qualme. Dass Rauchen in China so verbreitet und angesehen ist, liegt wohl auch daran, dass es staatlich gefördert wird: China National Tobacco, der größte Zigarettenhersteller des Landes, ist nicht nur Staatsunternehmen, sondern auch eine Staatsbehörde, die für die Monopolverwaltung für Tabak zuständig ist. Im vergangenen Jahr machte die chinesische Tabakindustrie der Zeitung zufolge Umsätze von umgerechnet fast 115 Milliarden Euro - seit Jahren wächst der Umsatz der Branche.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)