5. Februar 2014
Es klingt nach einer Hollywood-Story: Auf den Marshallinseln im Westpazifik wird ein Mann in einem kaputten Boot an Land gespült. Er trägt nur eine zerfetzte Unterhose, ist verwirrt und berichtet, er sei 13 Monate lang auf offener See umher getrieben.
Ist die Geschichte wahr? Laut dem Schiffbrüchigen, dem El Salvadorianer José Alvarenga, ja. Laut den Behörden vielleicht. Aber es gibt Zweifel: Der Mann ist in erstaunlicht guter Verfassung - wenn man bedenkt, dass der 37-Jährige im letzten Jahr eigenen Angaben zufolge nur von rohem Fisch, Regenwasser und Schildkrötenblut gelebt haben soll.
Der Mann war, so erzählt er zumindest, von Mexiko aus aufs offene Meer getrieben worden - bis zu den Marshallinseln. Sie liegen rund 10.000 Kilometer westlich von Mexiko und 4.000 Kilometer nordöstlich von Australien.
Mehrere Behörden versuchen jetzt, die Geschichte des Mannes aufzuarbeiten. Sollte sie stimmen, wäre Alvarenga wohl einer der Schiffbrüchigen, die am längsten auf hoher See überlebt haben.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)