5. Februar 2014

Pekinger Smog: Wissenschaftler finden mehr als 1.300 Keime

Als ob Feuerwerks-Qualm, Autoabgase und Industriedreck nicht schon genug wären.

Jetzt soll die Luft in Peking auch noch mehr als 1.300 verschiedene Keime, Bakterien und Pilze enthalten. Das hat jedenfalls das Biologie-Institut der Pekinger Qinghua-Universität festgestellt. Die Wissenschaftler hatten im Januar an fünf Tagen mit besonders starkem Smog die DNA der Bestandteile entschlüsselt. Bei den meisten gefundenen Mikroorganisamen handelte es sich um ungefährliche Bakterien, wie sie zum Beispiel auch im Boden vorkommen. Aber die Forscher fanden auch Keime und Pilze, die Allergien oder Atemwegserkrankungen auslösen können.

Im Januar war die Luftverschmutzung in Peking an mehreren Tagen mehr als 20 Mal höher als der Grenzwert der Weltgesundheitsorganisation. Wissenschaftler glauben, dass in China jedes Jahr mehr als fünf Millionen Menschen frühzeitig durch Smog und dessen Folgen sterben. In einigen Städten gibt es sogar Krankenhäuser mit eigenen Smog-Stationen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)